Pfarrkirche St. Martin Aresing

Sankt Martin
Der heilige Martin von Tours ist der Patron unserer Kirche und ein leuchtendes Beispiel christlicher Nächstenliebe. Geboren um 316, diente er zunächst als römischer Soldat. Berühmt wurde er durch die Mantelteilung mit einem armen Bettler – ein Zeichen seines tiefen Glaubens an Christus. Nach seiner Taufe verließ Martin das Militär und widmete sich ganz dem kirchlichen Dienst. Er lebte als Mönch, wirkte als Missionar und wurde später gegen seinen Willen Bischof von Tours. Sein Leben und Wirken mahnen uns, den Glauben im Dienst am Nächsten zu leben.
Geschichte St. Martin Aresing
Die Geschichte der Pfarrkirche St. Martin in Aresing geht auf das 11. Jahrhundert zurück. Aus dieser Zeit stammt der im romanischen Stil erbaute Kirchturm mit Satteldach. Das Presbyterium mit seinem einfachen Gewölbe dürfte um die Zeit um 1400 entstanden sein. Das Langhaus in der heutigen Gestalt wurde 1860 eingeweiht. 1937 fand der Neubau der Sakristei statt. Der Eingangsbereich (Vorzeichen) mit Aufgang zur Empore wurde 1960 hinzugefügt.
Die neugotischen Altäre wurden 1895 durch die Kunstschreinerei Wiest in Schrobenhausen angefertigt. Die darin befindlichen Figuren sind zur selben Zeit durch die Mayer’sche Kunstanstalt, München geschaffen worden. Diese Ausstattung und weitere Figuren an den Seitenwänden hatte Anton Sigllechner aus Aresing finanziert, zu dessen Gedenken ein Straßenname im Ort gewidmet ist. Am Sockel des Hochaltars erinnert ein „Lamm Gottes“-Gemälde von Johann Babtist Hofner an diesen hier beheimateten Kunstmaler.
Der in Aresing geborene Kunst-Professor Michael Lutz vollendete 1953 das Langhaus-Deckengemälde als neunteiligen Zyklus aus der Martinslegende. Die drei mittigen Teile stellen die Mantelteilung, die Todesstunde und die Taufe St. Martins dar. Die vorderen Randbilder beziehen sich mit Mariä Verkündigung und der Flucht nach Ägypten auf die Seitenaltäre. Die weiteren stellen Legenden um den Kirchenpatron dar. Bemerkenswert ist, dass der Maler bedeutende Personen aus jener Zeit in sein Werk integriert hat. So sind der damalige Pfarrer Georg Bühler, Bürgermeister Josef Halser, Kirchenpfleger Johann Gamperl, Johann Redl, Josef Preschl und der Künstler selbst zu erkennen.
Auch in jüngerer Zeit ist für den Erhalt des Gotteshauses gesorgt worden: In den Jahren 2009 bis 2011 wurde eine umfassende Gebäudeinstandsetzung vorgenommen. Dabei bekam der Kirchturm einen neuen Glockenstuhl und das Langhaus einen stabilisierenden Ringanker. Zudem wurde der Dachstuhl ertüchtigt und die Dächer neu eingedeckt. 2019 folgte eine Innen-Renovierung, bei der das Deckengemälde, Altäre, Figuren und Gemälde gereinigt, die gesamte Raumschale aufgefrischt und ein neues Heizsystem installiert wurde. Auch die Sakristei erhielt neue Möbel.
Zur Bedeutung unserer Kirche trägt Dr. Prof. Johann Michael Sailer wesentlich bei: Hier wurde der 1751 in Aresing geborene Theologieprofessor und spätere Bischof von Regensburg getauft. Gedenktafeln im Chorraum und im Eingang erinnern an den „Kirchenvater Bayerns“ und großen Sohn unserer Gemeinde.
Quellen: Friedrich C. Schmidt „Pfarrkirche St. Martin Aresing“ 1999, Pfr. Dr. Reinhold Schwarz „Die Kirchen in der Pfarreiengemeinschaft Aresing“ 2013
Kontakt
Kirchenpfleger:
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Telefon: 08252 / 2536
Mobil: 0151/68401478
E-Mail:
PGR- Vorsitzende:
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Telefon: 08252 / 820105
Mesner:
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Telefon: 08252 8837166
Organist & Chorleiter:
Martin Felber
Telefon: 08252 / 810960
