1. Tag der Indienreise
Indienreise – Tag 1
Um etwa 10:15 Uhr ging’s los in Weilach. Alle 40 Mitreisenden, gemeinsam mit Pfarrer Biju, standen wir da – voller Vorfreude. Manche ganz aufgeregt, andere eher nachdenklich, aber eines war bei allen spürbar: eine tiefe Freude, die fast übergeschwappt ist. A richtig scheens Gefühl, so gemeinsam aufzubrechen.
Der Busunternehmer Schenk war sogar vor der Zeit da – typisch bayerisch zuverlässig. Der Check-in lief dann wie am Schnürl, ganz entspannt.
Der große Flug nach Dubai war mit dem Doppeldecker – riesig, modern, und ehrlich gesagt: Man hat kaum gemerkt, dass man fliegt. Super Essen, super Service – Emirates halt, da merkt man sofort: des san einfach mit die Besten.
Um 23:30 Uhr Ortszeit Dubai sind wir gelandet – drei Stunden voraus zur deutschen Zeit. Rund drei Stunden Aufenthalt am Flughafen, einfach zum Durchatmen, Beine vertreten und ein bisserl Ratschen. Wir wurden in vier Gruppen eingeteilt – richtig gut organisiert. Die vier Gruppenleiter haben dafür gesorgt, dass wir überall zusammengeblieben sind. Des gibt Sicherheit, grad auf so einer großen Reise.
Der Weiterflug nach Neu-Delhi dauerte etwa vier Stunden. Wir sind um 8:50 Uhr morgens gelandet. Der Flug war wieder sehr angenehm, auch wenn wir eigentlich schlafen wollten – aber der liebevolle Service hat uns immer wieder sanft aus dem Halbschlaf geholt. Net schlimm, eher a Luxusproblem 😉
Am riesigen Flughafen von Delhi hatten wir ehrlich gesagt mit langen Wartezeiten gerechnet – Immigration, Gepäck, alles. Aber überraschend: Es ging ruckzuck.
Draußen dann der erste Eindruck von Delhi: smoggy, laut, lebendig.
Unser Bus wartete schon, mit unserem professionellen, deutschsprachigen Guide Hanu und dem Tourmanager Kumar – beide herzlich und kompetent. Die Fahrt führte uns durch die Vororte, rund 50 Kilometer bis ins Stadtzentrum.
Links und rechts die Straße: Reichtum und Armut nebeneinander, sehr eindrücklich. Delhi zählt offiziell 33 Millionen Einwohner, dazu kommen noch viele Millionen, die hier auf Arbeit hoffen.
Wir sahen Straßenkühe, aber auch überraschend viel Sauberkeit. Was uns allerdings gleich aufgefallen ist – und a bissl gestört hat – war das Hupkonzert. In Indien hupt man nicht, weil man muss, sondern weil man kann – ja fast, weil man soll. Anfangs ganz schön anstrengend, aber langsam haben wir gemerkt: Man gewöhnt sich dran. Indien halt.
Unser erster Programmpunkt war das Qutb Minar, ein über 12 Jahrhunderte alter Turm. Einfach beeindruckend. Wie die Menschen damals so etwas Großartiges bauen konnten – ohne moderne Technik – des macht richtig ehrfürchtig.
Die Ruhe, die Sauberkeit, die Eichhörnchen, die ringsum spielten – alles zusammen war etwas ganz Besonderes. Alle waren sichtlich beeindruckt.
Nach einer guten Stunde Pause ging es weiter zum Hotel. Nach dem Mittagessen und dem Check-in hieß es dann: Ausruhen. Der ganze Nachmittag und Abend standen im Zeichen von Ausschlafen und Ruhen. Des war dringend nötig, um wieder Kraft zu sammeln für all die Wunder, die Indien noch für uns bereithält.
Am Ende des Tages waren wir einfach nur dankbar. Dankbar für eine gute Reise, für Bewahrung, für Gemeinschaft.
Die täglichen Meditationen und Gebete im Bus geben unserer inneren Stimmung Worte – sie stärken unser Gottvertrauen.
Mit einem ruhigen Herzen sind wir da.
Vergelt’s Gott für diesen ersten Tag.

